„Unsere Eltern kämpften für die Freiheit, damit wir frei sein konnten, um für den Frieden zu kämpfen“, sagt Fetsum. Im Jahr 2013, ein Jahr nach der Veröffentlichung seines gefeierten Debütalbums „The Colors of Hope“, versammelte Fetsum eine Gruppe von Freunden, von denen viele in der eritreischen Diaspora lebten, um zu erkunden, wie man am besten auf die anhaltende Flüchtlingskrise reagieren könnte. Sie trafen sich in einem Büro, das seinem Jugendfreund Teddy Tewelde gehörte. Wie Teddy waren auch Fetsums Eltern Freiheitskämpfer, die mit ihrer jungen Familie als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Fetsums Instinkt war es, Menschen durch Musik zusammenzubringen, um eine Sache zu unterstützen, und die Idee für das PxP-Benefizfestival war geboren. Mit seiner Friedensbotschaft inspirierte er Musiker, Künstler und Organisationen, sich gemeinsam für diese Sache einzusetzen. Fetsum trotzte allen Widrigkeiten und leitete das bis heute größte Benefizkonzert für Kinder in Europa. Seine Art von Empathie, sozialem Engagement und heller, nachdenklicher Musik hat ihn gefragter denn je gemacht. Im Jahr 2016 gründete er zusammen mit Teddy die PxP Embassy, um durch die Stärkung von Kindern durch Empathie und Bildung mehr Einfluss auf die Friedensarbeit nehmen zu können. Im selben Jahr veröffentlichte er ein Buch mit Gesprächen über soziales und politisches Engagement mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, veröffentlichte die EP „Light in a Dark Place“ und wurde mit dem Verdienstorden des Landes Berlin für bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet.